Willkommen in Eguelshardt

Gemeindeblatt - Nr. 69 - August 2013

Veröffentlicht am

DAS WORT DES BÜRGERMEISTERS – VERKEHRSSICHERHEIT

Zur Sicherheit der Anwohner und gegen Lärm und Umweltverschmutzung haben wir unser Ortsschild an die nördliche Gemarkungsgrenze von Eguelshardt an der Grenze zu Stockbronn versetzt. Das Schild wurde etwas mehr als 1 km verschoben. Man hat mir gesagt, dass es bis in die 1960er-Jahre schon ungefähr an dieser Stelle stand.

Viele Menschen neigen dazu, schnell und immer schneller zu fahren. Das gehört zum modernen Leben. Doch Verkehrssicherheit ist unbezahlbar. Wer von uns kennt nicht einen Freund oder Verwandten, der mehr oder weniger schwer im Straßenverkehr verunglückt ist? Ich habe ausgerechnet, dass man auf der Strecke, um die das Schild versetzt wurde, mit 50 statt 70 km/h ganze 22 Sekunden „verliert“. Was werden diese 22 Sekunden wiegen, wenn wir einmal Bilanz unseres Lebens ziehen?

Aus denselben Gründen der Sicherheit und gegen Lärm und Abgase haben wir in der Ortsdurchfahrt 2 Geschwindigkeitsanzeigen aufgestellt. Die Anwohner haben positiv reagiert, dafür danke ich ihnen.

SCHLUSS MIT GEWALT IN DER SCHULE!

Im vergangenen Schuljahr zeigte mir ein Vater, dass sein 9-jähriger Sohn mehrere blaue Flecken an den Beinen hatte, die von Tritten eines Mitschülers stammten. Im Juni 2013 sah ich dasselbe Kind wieder, mit einer Lippenverletzung durch einen Faustschlag. Der Vater droht, seine 4 Kinder von unserer Schule zu nehmen, weil sie dort schlecht beaufsichtigt seien. Im selben Schuljahr berichtete mir eine Mutter, dass ihr Sohn ständig verspottet und gemobbt werde. Sie vertraute mir an, dass ihr Kind so sehr darunter leide, dass es nicht schlafen könne und Albträume habe. Ich weiß, dass schon vor etwa 13 Jahren ein Jugendlicher aus unserer Gemeinde in seiner Schule so gemobbt wurde, dass er depressiv wurde und sich in der Schule unsicher fühlte und Angst hatte. Seinen Eltern blieb nichts anderes übrig, als ihn in Bitche einzuschulen. Als das Kind bei der Anmeldung der Schulleiterin vorgestellt wurde, fragte es sie, wie die Lehrer hier reagieren, wenn ein Schüler von Mitschülern geschlagen oder gemobbt wird, und die Lehrerin beruhigte es: „Hier gibt es keine Gewalt, denn wir bekämpfen sie an der Wurzel.“

Dass Kinder ein wenig toben, ist ganz natürlich; ich will ihnen kein übertriebenes schlechtes Gewissen machen. Man muss sie geschickt, mit genug Fingerspitzengefühl und Autorität beruhigen und notfalls kleine Strafen verhängen. Auf jeden Fall ist es Aufgabe der Lehrkraft, in der Schule für Ordnung zu sorgen, die Kinder zu gegenseitigem Respekt anzuhalten und ihnen Kameradschaft, Gewaltlosigkeit und ein gutes Miteinander beizubringen.

Natürlich sollen Eltern bei Problemen nicht ihrerseits mit Gewalt reagieren; aber sie können sie melden.

Ich für meinen Teil bin entschlossen, die Lage ab dem neuen Schuljahr sehr genau im Auge zu behalten.

Emile Eitel

VORSICHT UNTER STROMLEITUNGEN: ABSTAND HALTEN!

ERDF wiederholt seine Sicherheitshinweise für Personen, die in der Nähe von Stromleitungen tätig sind. Auch ohne direkten Kontakt kann sich ein Lichtbogen bilden, und es besteht Lebensgefahr durch Stromschlag. Deshalb darf man sich einer Stromleitung nie zu sehr nähern.

ERDF erinnert an folgende Hinweise:

  • sich Stromleitungen nicht nähern und in ihrer Nähe aufmerksam bleiben;
  • nie versuchen, einen in einer Leitung hängenden Gegenstand herunterzuholen;
  • Rohre und Angelruten waagerecht und fern von Leitungen tragen;
  • nie allein mit hohen Maschinen unter Leitungen arbeiten.

WETTBEWERB „FAMILIEN MIT POSITIVER ENERGIE“

Sie möchten weniger für Energie bezahlen, ohne unbedingt in aufwendige Dämmarbeiten zu investieren oder Ihre Heizung auszutauschen? Das geht: Machen Sie beim Wettbewerb „Familles à Énergie Positive“ mit – es funktioniert!

Was ist der Wettbewerb „Familien mit positiver Energie“? Das Prinzip ist einfach: Teams aus etwa zehn Haushalten vertreten ihr Dorf, ihr Viertel oder ihren Betrieb. Jedes Team hat einen Teamleiter, der die Familien berät, schult und begleitet, damit sie beim Heizen, beim Warmwasser und bei Haushaltsgeräten so viel Energie wie möglich sparen. Die Teamleiter werden ihrerseits von einem Fachmann geschult und unterstützt: dem INFO->ÉNERGIE-Berater Ihres Gebiets.

Gemeinsames Ziel ist es, in jedem Haushalt mindestens 8 % Energie gegenüber dem Vorwinter einzusparen. Egal, wo man startet – wichtig ist, gemeinsam Fortschritte zu machen! Bei früheren Ausgaben sparten die Teilnehmer im Schnitt 12 % Energie. In Lothringen erreichte das Siegerteam 2012/2013 sogar 39 % Einsparung!

Der Wettbewerb ist landesweit und wird nach Regionen und Gebieten organisiert. Ende 2012/Anfang 2013 fand er erstmals mit dem INFO->ÉNERGIE-Zentrum Moselle Est für den Großraum Forbach und das Arrondissement Sarreguemines statt. 6 Teams mit insgesamt 55 Familien nahmen teil: Single-Haushalte, Familien mit Kindern, einkommensschwache Haushalte, schon vorbildliche Haushalte … Im Arrondissement Sarreguemines traten 3 Teams an: „Les Souris Vertes“ (Sarreguemines), „Rive droite“ (Sarreguemines) und „Bitcherland“ (Bitscher Land). Am 3. Juni trafen sich die teilnehmenden Familien zur Bilanz der Herausforderung 2012/2013 und erhielten als Belohnung für ihr vorbildliches Verhalten Geschenke.

Kleine Gesten für große Einsparungen. Stand-by ausschalten, einen Deckel auf den Kochtopf legen, Heizkörper vor dem Lüften abdrehen, die Temperatur dem Raum anpassen … das sind die wichtigsten Gewohnheiten, die die Familien übernommen haben. Jede Familie kann aber aus 100 Spartipps in einem Leitfaden diejenigen auswählen, die zu ihr passen.

Wie läuft es ab? Interessierte Familien melden sich beim INFO->ÉNERGIE-Berater an. Sie bilden Teams, bestimmen einen Teamleiter und wählen einen Teamnamen. Zu Beginn geben die Familien ihre Ausgangsdaten auf der Wettbewerbs-Website ein (Verbrauch des Vorjahres, Angaben zur Wohnung …). Danach erfassen sie vom 1. Dezember bis 30. April regelmäßig ihren Energieverbrauch (mindestens monatlich, am besten wöchentlich): Das dauert jeweils nur ein paar Minuten – Strom- oder Gaszähler ablesen oder zusehen, wie der Holzstapel kleiner wird.

Jede Familie erhält eine „Öko-Box“ mit Thermometer, schaltbarer Steckdosenleiste … und weiteren Hilfsmitteln. Das INFO->ÉNERGIE-Zentrum kann bei Bedarf auch Messgeräte verleihen (Dialogie-Berechnung, Solarimeter, Messung von Raumfeuchte und Luftqualität, Leistungsmesser …). Während der ganzen Aktion können die Familien ihren Teamleiter um Rat für ihre Situation bitten. Wie jedes Team arbeitet, hängt von den Familien und den Vorschlägen des Teamleiters ab; dieser kann die Familien einzeln begleiten oder zu Treffen zusammenbringen.

Kontakt zu Ihrem INFO->ÉNERGIE-Berater Moselle Est: per E-Mail an moselleest@eie-lorraine.fr oder telefonisch unter 03 87 28 97 45 (Montag-Dienstag) bzw. 03 97 13 13 71 (Mittwoch-Freitag).

Melden Sie sich jetzt für die nächste Ausgabe 2013/2014 des Wettbewerbs bei Ihrem INFO->ÉNERGIE-Berater Moselle Est an.

ERINNERUNG AN EGUELSHARDT

Altes Foto: Ernte in der Nachkriegszeit oben auf dem Pfaffenberg, drei Personen neben einer Mähmaschine

Die Ernte in der Nachkriegszeit. Heute ist das Gelände mit Nadelwald bedeckt. Auf dem Foto sind von links nach rechts zu sehen: Marcelle Koelsch, Gabrielle Reichardt (Ehefrau von René Letzelter) und Jean-Pierre Letzelter.

Aufgenommen oben auf dem Pfaffenberg, nach der Passhöhe auf der linken Seite.

Original-Gemeindeblatt (PDF, auf Französisch)